Zurück zu normal – oder: Alles wie vorher und doch alles anders?

[For my English speaking readers see below]

Es sind einige Wochen vergangen, seitdem wir hier wieder das Haus ohne Zettel verlassen dürfen und langsam wieder etwas Normalität eingekehrt ist. Schritt für Schritt wurden im Laufe der vergangenen drei Wochen Geschäfte, Restaurants und öffentliche Einrichtungen wiedergeöffnet und die Reisebeschränkungen innerhalb Griechenlands aufgehoben (zuvor durfte man seine Region nicht verlassen). Mit dem Ende der strengen Maßnahmen ist der Sommer eingekehrt und für mich persönlich das Ende meiner Reise in greifbare Nähe gerückt.

Die Straßen und kilometerlange Uferpromenade Thessalonikis, auf der zu normalen Zeiten vor allem abends und am Wochenende Menschenscharen auf- und abflanieren, haben sich in Windeseile wieder mit Menschen gefüllt, die Tischchen auf den Terrassen der Cafés tragen wieder Gläser mit Frappé und frischem Orangensaft und die Menschen Einkaufstüten aus dem Stadtzentrum zurück in ihre Häuser. Auf den ersten Blick scheint alles wie vorher. Ganz so gut besucht wie normalerweise sind die Restaurants und Bars dann aber doch (noch) nicht, es herrscht eine seltsame Mischung aus „alles wieder normal“ und einer gewissen Zögerlichkeit. Vor den Klamottengeschäften reihen sich geduldig Kunden und warten darauf, Eintritt gewährt zu bekommen, da in den Läden nur eine begrenzte Anzahl an Kunden erlaubt ist. Das Bild vorbeifahrender Busse und Taxis mit Masken tragenden Menschen mutet wie aus einem Film an. Anderswo auf der Welt mag das ein alltägliches Bild und aktuell ohnehin fast überall zur Normalität geworden sein, aber so richtig dran gewöhnen mag man sich doch nicht. Irgendwie passt das nicht hierher, in dieses Land, in dem das Leben fast ganzjährig auf der Straße stattfindet, das lebt von Feierlichkeiten und Familienzusammenkünften, von sprühender Energie und Geselligkeit. Und so ist es den Menschen vielleicht kaum übelzunehmen, dass sie schnell zu dieser Natur zurückfinden, auch wenn das natürlich mit einem gewissen Risiko verbunden ist. Außerhalb der öffentlichen Verkehrsmittel tragen nur wenige Menschen Masken und ebenso wenige scheinen sich an die eigentlich auch hier geltenden Abstandsregeln zu halten. Grüppchen von Freunden treffen sich, genießen gemeinsam das Sommerwetter (ein willkommener Anlass für die griechische Polizei, ihre Macht zu demonstrieren, indem sie kurz nach dem Ende der Quarantäne in Athen und Thessaloniki Plätze mit Tränengas räumt…), Kinder planschen in Springbrunnen.

Auch für mich persönlich bedeutet der Wiedereinzug einer gewissen Normalität Erleichterung, nachdem das Leben in den vergangenen zweieinhalb Monaten wie eingefroren schien und mich zudem einige persönliche Geschehnisse belastet haben. So nutze ich den Moment, um durch die Straßen zu spazieren, durch kleine Geschäfte zu bummeln, von denen es hier so viele gibt, und dort mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Auch wenn wir die meiste Zeit in den vergangenen Wochen in unseren Wohnungen verbracht haben und unser Sprachkurs schlussendlich größtenteils über Skype stattfand, bemerke ich schon seit einiger Zeit, wie sich meine neu gewonnenen Griechischkenntnisse setzen und mein Gehirn einen Platz dafür findet (manchmal wache ich morgens auf und habe ein Wort im Kopf, das ich mir zuvor nie merken konnte – dann, plötzlich, ist es einfach da und bleibt). Mich fasziniert, freut und macht es zugegebenermaßen auch ein bisschen stolz, dass ich mich nun, nach nur wenigen Monaten, mit den Menschen unterhalten kann. Über mich erzählen, ihre Geschichten anhören und über dies und jenes diskutieren. Natürlich muss ich nach Wörtern suchen und verstehe nicht immer alles, aber ich bin da angekommen, wo ich mir schon so lange gewünscht hatte anzukommen: Ich kann mich im Alltag weitestgehend verständigen und sogar über tiefergehende Themen austauschen. Helfen tut dabei zweifelsohne die Offen- und Herzlichkeit der Menschen, die mit absoluter Geduld zuhören, wiederholen, erklären, wenn es nötig ist. Fast scheint es mir, dass die Leute jetzt, nach dieser außergewöhnlichen Phase, noch offener und interessierter sind als ohnehin schon.

Ich bewundere die Fröhlichkeit und Gelassenheit, die diese Menschen hier und jetzt ausstrahlen und – zumindest in der Öffentlichkeit – leben. Denn hinter ihren Haustüren ist ein Großteil von ihnen extrem besorgt. Corona ist wie ein Schlag ins Gesicht für dieses Land in dem Moment, in dem es gerade geschafft hatte, sich nach den vielen Jahren der Wirtschaftskrise zumindest wieder bis auf die Knie aufzurappeln. Jetzt steht eine erneute Krise bevor, die die Wirtschaft und das bedeutet die Menschen wenn nicht auf den Stand zu Hochzeiten der Wirtschaftskrise, so doch dicht daran zurückwerfen wird. Dass die Menschen zu ihrem Glück im Unglück inzwischen wissen, wie sie mit einer Krise umzugehen haben – so sagte mir neulich jemand – ist dabei ein schwacher Trost, wenn man den bereits einsetzenden Anstieg der Arbeitslosigkeit betrachtet oder Umfragewerte zur Anzahl derer, die fürchten, mit ihren Unternehmen Insolvenz anmelden zu müssen. Hat mich das Thema schon seit kurz nach meiner Ankunft hier im vergangenen Jahr beschäftigt, so macht es mir inzwischen noch mehr zu schaffen, vielleicht auch gerade deshalb, weil die, die mit am meisten darunter leiden, Menschen meiner Generation sind. Durch persönliche Begegnungen und Erlebnisse wurde mir in den zurückliegenden Monaten und zuletzt in den vergangenen Wochen noch einmal besonders klar, wie groß die Welten sind, die zwischen dem Leben vieler Menschen hier und unserem dort in West- und Nordeuropa liegen.

Während meinen Freunden und mir selbst nach dem Ende unserer Schulzeit und des Studiums die Welt zu Füßen lag und wir uns inzwischen nach den ersten Berufsjahren über Gehaltserhöhungen, Wohnungs- und Autokäufe unterhalten, anfangen Familien zu gründen und im Sommer mal eben für drei Wochen auf die andere Ozeanseite in den Urlaub fliegen, sind die gleichen Menschen hier, mit der gleichen akademischen Ausbildung, ähnlichen familiären Hintergründen, erwachsen geworden, begleitet von der ständigen Notwendigkeit, dafür Sorge zu tragen, dass sie und ihre Liebsten jeden Tag über die Runden kommen. Die wenigsten, die ich kennen gelernt habe, arbeiten (noch) in ihrem eigentlich erlernten Beruf, die wenigsten haben sichere Arbeitsverhältnisse, die wenigsten haben Kinder. Nicht ohne Grund ist die Geburtenrate in Griechenland in den vergangenen zehn Jahren dramatisch gesunken und hat kürzlich die Regierung eine „Kinderprämie“ beschlossen, um junge Menschen zum Nachwuchs zu motivieren. Familie und Beziehung sind für viele in ihrer Priorität gesunken, hinter Arbeit und Geld verdienen, um den Lebensunterhalt bezahlen zu können. Wie soll es auch anders sein, wenn das Durchschnittsgehalt hier unwesentlich über dem liegt, was wir in Deutschland oder Frankreich monatlich für unsere Miete ausgeben? Und wenn der Staat zwar kleine Hilfen verspricht, aber seinen Bürgern bei Weitem nicht so im Rücken steht, wie das bei uns der Fall ist? Die Angst vor dem, was in den kommenden Monaten und Jahren kommen wird, mag auf den von Lachen und Gelassenheit gefüllten Plätzen und Uferpromenaden nicht auf den ersten Blick sichtbar sein, sitzt aber dennoch tief. Zukunftspläne, Projekte, Wünsche, Reisen – manche wagen es nicht einmal davon zu träumen. Mir tut das in der Seele weh und auch wenn es nichts bringt, sich deswegen schlecht zu fühlen, finde ich, dass wir in West- und Nordeuropa gerade in diesen für alle verrückten Zeiten nicht das ungemeine Privileg vergessen dürfen, das wir haben.

Retour au normal – ou : Tout comme avant et pourtant tout différent ?

Quelques semaines se sont écoulées depuis la fin du confinement et lentement, une certaine normalité est revenue. Au cours des trois dernières semaines, les magasins, les restaurants et les établissements publics ont été progressivement rouverts et les restrictions de voyage à l’intérieur de la Grèce ont été levées (auparavant, on n’était pas autorisé à quitter notre région). Avec la fin des mesures strictes, l’été est arrivé et pour moi personnellement, la fin de mon voyage s’est approchée à grands pas.

Les rues et la promenade de Thessalonique de plusieurs kilomètres de long, sur lesquelles, en temps normal, surtout le soir et le week-end, des foules de gens se bousculent, se sont remplies à nouveau en un rien de temps, les petites tables sur les terrasses des cafés portent à nouveau des verres de jus d’orange frais et de café frappé et les gens portent des sacs de courses du centre-ville jusqu’à leurs maisons. À première vue, tout semble être comme avant. Mais les restaurants et les bars ne sont pas aussi fréquentés que d’habitude, il y a un étrange mélange de „retour au normal“ et une certaine hésitation. Devant les magasins de vêtements, des clients attendent patiemment en file pour être admis, car seul un nombre limité de clients est autorisé dedans. L’image des bus et des taxis qui passent avec des personnes masquées ressemble à celle d’un film. Ailleurs dans le monde, cette image peut être quotidienne et est devenue une normalité presque partout actuellement, mais je ne peux pas vraiment m’y habituer. D’une certaine manière, cela n’a pas sa place ici, dans ce pays où la vie se déroule dans les rues presque toute l’année, qui vit de célébrations et de réunions familiales, d’énergie étincelante et de sociabilité. Il est donc peut-être plus compréhensible que les gens retrouvent rapidement cette nature, même si cela est bien sûr associé à un certain risque. En dehors des transports publics, peu de gens portent des masques et tout aussi peu semblent respecter les règles de distance qui s’appliquent en réalité ici aussi. Des groupes d’amis se réunissent, profitent ensemble du temps estival (une occasion bienvenue pour la police grecque de démontrer sa puissance en nettoyant les lieux avec des gaz lacrymogènes peu après la fin de la quarantaine à Athènes et Thessalonique…), les enfants barbotent dans des fontaines.

Pour moi aussi, personnellement, le retour à une certaine normalité est un soulagement, après que la vie ait semblé gelée pendant les deux mois et demi passés et, de plus, certains incidents personnels me pesaient. J’en profite donc pour me promener dans les rues, pour flâner dans les petites boutiques, qui sont si nombreuses ici, et pour discuter avec les gens qui s’y trouvent. Même si nous avons passé la plupart du temps dans nos appartements au cours des dernières semaines et que notre cours de langue s’est finalement déroulé en grande partie par Skype, je remarque depuis quelque temps déjà que mes compétences en grec nouvellement acquises s’installent et que mon cerveau y trouve sa place (parfois, je me réveille le matin et j’ai un mot en tête dont je ne me souvenais pas auparavant – puis, soudain, il est juste là et reste). Je suis fascinée, heureuse et, je l’admets, un peu fière aussi que maintenant, après seulement quelques mois, je puisse parler aux gens. Parler de moi, écouter leurs histoires et discuter de ceci et de cela. Bien sûr, je dois chercher des mots et je ne comprends pas toujours tout, mais je suis arrivée là où je souhaitais arriver depuis si longtemps : Je peux communiquer autant que possible dans la vie quotidienne et même échanger des idées sur des sujets plus profonds. L’aide se fait sans aucun doute par l’ouverture et la chaleur des personnes qui écoutent avec une patience absolue, répètent, expliquent quand c’est nécessaire. Il me semble presque que maintenant, après cette phase particulière, les gens sont encore plus ouverts et intéressés qu’ils ne l’étaient déjà.

J’admire la gaieté et la sérénité que ces personnes rayonnent ici et maintenant et vivent – au moins en public. Car derrière leurs portes, une grande partie d’entre eux est extrêmement préoccupée. Corona est comme une gifle pour ce pays au moment où il vient de se remettre à genoux après de nombreuses années de crise économique. Une nouvelle crise est maintenant imminente, qui va bouleverser l’économie, et donc les gens. Le fait que, heureusement pour eux, les gens savent maintenant comment faire face à une crise – comme quelqu’un me l’a dit l’autre jour – n’est pas une grande consolation quand on voit la hausse du chômage qui commence déjà ou les résultats d’une enquête sur le nombre de personnes qui craignent de devoir déclarer faillite avec leur entreprise. Ce sujet me préoccupe depuis peu après mon arrivée ici l’année dernière, mais maintenant je suis encore plus inquiète, peut-être aussi parce que parmi ceux qui souffrent le plus sont des gens de ma génération. Grâce aux rencontres et aux expériences personnelles que j’ai faites au cours des derniers mois et, plus récemment, au cours des dernières semaines, j’ai une fois de plus pris conscience de la taille des mondes qui séparent la vie de nombreuses personnes ici et la nôtre en Europe de l’Ouest et du Nord.

Alors que mes amis et moi avions le monde entier à nos pieds après avoir terminé l’école et les études, et alors que nous parlons maintenant, après les premières années de nos carrières professionnelles, d’augmentation de salaire, d’achat d’appartements et de voitures, qu’on commence à fonder des familles et qu’on part en vacances pendant trois semaines à l’autre côté de l’océan sans hésitation, les mêmes personnes ici, avec la même éducation académique, des antécédents familiaux similaires, ont grandi accompagnées du besoin constant de s’assurer qu’elles et leurs proches arrivent à joindre les deux bouts chaque jour. Très peu de personnes que j’ai rencontrées travaillent (encore) dans les professions qu’elles ont réellement apprises, très peu ont un emploi sûr, très peu ont des enfants. Ce n’est pas sans raison que le taux de natalité en Grèce a chuté de façon spectaculaire au cours des dix dernières années et que le gouvernement a récemment décidé d’une „prime à l’enfant“ pour motiver les jeunes à avoir des enfants. Pour de nombreuses personnes parmi ceux qui ne sont pas parties trouver leur bonheur ailleurs, la famille et les relations sont devenues moins importantes que le travail et le fait de gagner de l’argent pour subvenir à leurs besoins. Comment pourrait-il en être autrement si le salaire moyen ici n’est que légèrement supérieur à ce que nous dépensons chaque mois pour notre loyer en Allemagne ou en France ? Et si l’État promet de petites aides, mais est loin d’être aussi solidaire de ses citoyens que chez nous ? La peur de ce qui va arriver dans les mois et les années à venir n’est peut-être pas visible à première vue sur les places et les promenades remplies de rires et de sérénité, mais elle est néanmoins profondément ancrée. Des projets d’avenir, des souhaits, des voyages – certains n’osent même pas en rêver. Cela me fait mal à l’âme et me rend souvent très triste et même si cela n’aide pas à se sentir mal, je pense que nous, en Europe de l’Ouest et du Nord, surtout en ces temps de folie, ne devons pas oublier le privilège rare qui nous est accordé…

Back to normal – or: Everything as before and yet everything different?

A few weeks have passed since the end of the lockdown and slowly some normality has returned. Step by step during the last three weeks shops, restaurants and public facilities have been reopened and travel restrictions within Greece have been lifted (before, you were not allowed to leave your region). With the end of the strict measures, summer has arrived and for me personally, the end of my journey has become within reach.

The streets and the boardwalk of Thessaloniki of several kilometres length, on which at normal times, especially in the evenings and at the week-ends, crowds of people flutter up and down, have filled up again in no time, the little tables on the terraces of the cafés carry again glasses with frappé and fresh orange juice and the people carry shopping bags from the city centre back to their houses. At first sight, everything seems to be the same as before. But yet the restaurants and bars are not as well frequented as usual, there is a strange mixture of „everything back to normal“ and a certain hesitation. In front of the clothes shops there are patiently lined up customers waiting to be admitted, as only a limited number of customers is allowed inside. The picture of passing buses and taxis with people wearing masks looks like something out of a movie. Elsewhere in the world, this may be an everyday image and has become a normality almost everywhere recently, but I can’t really get used to it. Somehow it doesn’t fit in here, in this country where life takes place on the streets almost all year round, which lives from celebrations and family gatherings, from sparkling energy and sociability. And so it is almost hard to blame that people quickly find their way back to this nature, even though this is of course associated with a certain risk. Outside of public transport, few people wear masks and just as few seem to adhere to the rules of distance that actually apply here too. Groups of friends meet, enjoy the summer weather together (a welcome occasion for the Greek police to demonstrate their power by clearing places with tear gas shortly after the end of the quarantine in Athens and Thessaloniki…), children splash in fountains.

For me personally, too, the return to a certain normality is a relief, after life seemed to be frozen for the past two and a half months and, moreover, some personal incidents have burdened me. So, I use the moment to walk through the streets, to stroll through small shops, of which there are so many here, and to get into conversation with the people. Even though we spent most of the time in our apartments during the past weeks and our language course was finally mostly done via Skype, I have been noticing for some time now how my newly acquired Greek language skills are settling down and my brain finds a place for them (sometimes I wake up in the morning and have a word in my head that I could never remember before – then, suddenly, it’s just there and stays). I am fascinated, happy and admittedly a bit proud that now, after only a few months, I can talk to people. Tell about me, listen to their stories and discuss about this and that. Of course I have to search for words and don’t always understand everything, but I have arrived where I had wished to arrive for so long: I can communicate as much as possible in everyday life and even exchange ideas about deeper topics. Helping is undoubtedly done by the openness and warmth of the people who listen with absolute patience, repeat, explain when necessary. It almost seems to me that now, after this extraordinary phase, people are even more open and interested than they already were.

I admire the cheerfulness and serenity that these people radiate here and now and live – at least in public. Because behind their front doors a large part of them is extremely concerned. Corona is like a slap in the face for this country at the moment when it had just managed to get back on its knees after many years of economic crisis. Now a new crisis is imminent, which will throw the economy, and that means people, if not back to the levels of the economic crisis, then at least close to it. The fact that, fortunately for them, people now know how to deal with a crisis – as someone told me the other day – is of little consolation when you look at the rise in unemployment that is already beginning or at survey results on the number of people who fear having to declare bankruptcy with their companies. I have been concerned about this issue since shortly after I arrived here last year, but now I am even more concerned, perhaps also because among those who suffer most are the people of my generation. Through personal encounters and experiences over the past months and most recently in the past weeks, I have once again become particularly aware of how big the worlds are that lie between the lives of many people here and ours in Western and Northern Europe.

While my friends and myself had the whole world at our feet after finishing school and studying, and while we are now talking about salary increases, buying apartments and cars after the first few years of our careers, starting families and going on holiday for three weeks on the other side of the ocean without even hesitating, the same people here, with the same academic education, similar family backgrounds, have grown up accompanied by the constant need to make sure that they and their loved ones make ends meet every day. Very few of the people I have met are (still) working in the professions they actually learned, very few have secure jobs, very few have children. It is not without reason that the birth rate in Greece has fallen dramatically over the past ten years and that the government recently decided on a „child premium“ to motivate young people to have children. For many of those who didn’t leave to find their luck else where, family and relationships have become less important than work and earning money to pay for their living. How could it be otherwise if the average salary here is only slightly higher than what we spend on our rent in Germany or France every month? And if the state promises small amounts of aid, but is far from being as supportive of its citizens as it is for us? The fear of what is to come in the coming months and years may not be visible at first glance in the squares and promenades filled with laughter and serenity, but it is nevertheless deeply rooted. Plans for the future, projects, wishes, journeys – some don’t even dare to dream about them. It hurts me in my soul and often makes me very sad and even if it does not help to feel bad about it, I think that we in Western and Northern Europe, especially in these for all crazy times, must not forget the uncommon privilege we have…

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